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Tierschutz
Wildtierfütterung
Fütterung von Wildvögel
Bis zum Mai sollte man den Tieren laut der Wildvogelhilfe Futter anbieten, wenn die Umwelt nicht genug natürliches Material bietet.
Das richtige Futter:
Die menschliche Zufütterung ist keinesfalls eine ausgewogene, natürliche Nahrung, sondern bestenfalls eine Nahrungsergänzung. Wer im Frühling füttert, muss das Futterangebot anpassen, um den Jungvögeln nicht zu schaden.
Ungeeignetes Futter ab April...
-Keine großen Nüsse, Erdnüsse (ganz oder als Bruch) und Sonnenblumenkerne (Es
könnte Erstickungsgefahr für Jungvögel bestehen) -Kleine Sämereien: Mohn, Leinsamen, Hanf oder Wildsamenmischungen
-Kein Fettfutter und Meisenknödel (Der hohe Fettanteil ist für Jungvögel schwer verdaulich) -Kein Brot und Essensreste. Diese können schädliche Salze enthalten und im Magen der Vögel aufquellen – dies gilt ganzjährig!
Geeignetes Futter für den Frühling...
-Kalzium-Quellen: zerstoßene Schnecken-, Eier- oder Muschelschalen einzeln oder in einer Futtermischung
-Proteinreiches Insektenfutter: lebende oder getrocknete Mehlwürmer, Wachsraupen oder spezielle Insektenmischungen

Hugo
Ein oft unterschätzter, wichtiger Tipp für die Vogelfütterung ist grundsätzlich die penible Hygiene. Reinigen Sie Futterhäuschen und Tränken täglich mit heißem Wasser, um die Ausbreitung von Krankheitserregern wie Salmonellen oder Trichomonaden zu verhindern.
Lassen Sie das Angebot langsam über mehrere Wochen auslaufen. Dies erlaubt den Vögeln, sich schrittweise wieder vollständig auf die natürliche Futtersuche umzustellen, sobald Raupen, Larven und Co. im Garten und auf dem Balkon wieder zahlreich vorhanden sind.
Igelfütterung
Igel sollten in keinem Fall unbedacht gefüttert werden. Denn nicht jeder Igel, den man im Garten herumstreunen sieht, ist automatisch hilfebedürftig.
Statt jedoch minderwertiges „Igelfutter“ zu kaufen oder den Tieren andere Nahrung hinzustellen, macht es Sinn, den eigenen Garten insektenfreundlich zu gestalten.
Von Pro Igel wird deshalb empfohlen, einen „Insektenkeller“ anzulegen.
Eine etwa 1 qm große und 30 cm tiefe Fläche Erde in einem halbschattigen Bereich ausheben.
Das Erdloch mit heimischen Holzabschnitten und Gartenschnitt füllen. Mit großen Rindenstücken etwas hügelig abdecken. Dickere Stammabschnitte für die Abgrenzung oder Umrandung vorsehen. Um die Fläche herum heimische Pflanzen für halbschattige Standorte setzen.

In diesem „Keller“ können sich mit etwas Zeit Käfer und Larven entwickeln, die den Igeln eine artgerechte Nahrungsquelle liefern.
Was darf man Igeln nicht füttern?
Obst und Gemüse wie Äpfel oder Nüsse kann ihr Magen- Darm-Trakt nicht verdauen.
Wer einen Igel füttern will, darf dies jedoch auf keinen Fall mit Schnecken oder Regenwürmern tun, da diese Tiere häufig Innenparasiten übertragen, welche den Igel krank machen können.
Prinzipiell dürfen Igel gefüttert werden. Das sollte jedoch nicht ohne professionellen Rat getan werden, denn folgende Probleme können beim Zufüttern von Igeln auftreten:
Der Zyklus des Igels kann durch das Füttern gestört werden, sodass er nicht in den Winterschlaf geht. In der Natur begibt sich der Igel nämlich dann in den Winterschlaf, wenn die Nahrung im Herbst knapp wird und er kaum noch etwas zu essen findet.
Igelfutterstellen werden gern von anderen Tieren aufgesucht, die in der Nähe menschlicher Siedlungen leider oft verfolgt und getötet werden, beispielsweise Ratten oder Waschbären.
Wird ein Igel falsch ernährt, kann das schwere Folgen für seine Gesundheit haben. Sogar Fehlbildungen können durch Mangelernährung entstehen.
Igel sind Einzelgänger. An Futterstellen können sich Kämpfe mit Bissverletzungen ergeben, wenn sie auf Artgenossen treffen. Diese können tödlich enden.
Jungtiere müssen die Nahrungssuche erlernen, damit sie langfristig eine Überlebenschance haben. Wird ihnen jeden Tag Nahrung angeboten, kann es passieren, dass sie die Insektensuche nicht richtig erlernen.
Nahrungsstellen können Krankheiten übertragen, wenn sie von verschiedenen Igeln benutzt und nicht richtig gereinigt werden.
Was kann ich einem Igel zu trinken geben?
Eine flache Schale mit sauberem Wasser ist immer sinnvoll, denn genau wie Nahrung finden Igel oftmals keine geeignete Trinkstelle.
Insekten
Zuckerwasser dient als Energiequelle für geschwächte Insekten wie Marienkäfer und Hirschkäfer. Es ist eine Nektar-Alternative für den Winter, sollte aber sparsam, zum Beispiel auf Watte oder einem Löffel, gereicht werden, um Ertrinken zu vermeiden.
Wenige Stunden nach dem Schlempern von Zuckerwasser
Für Bienen und Hummel kann es im Frühjahr oder bei Hitze kurzzeitig Leben retten, indem es als Energiequelle dient. Der Löffel mit Wasser-Zucker-Lösung wird nah vor dem Insekt platziert.
Rezept:
1 TL Zucker auf eine halbe Tasse Wasser.
Wichtige Fakten zur Käferfütterung:
- Marienkäfer: Zuckerwasser, Honigwasser oder Zuckerlösung auf einem Löffel/Blatt hilft bei der Überwinterung.
- Andere Insekten: Auch Schmetterlinge nehmen Zuckerwasser als Nektarersatz an.
- Hirschkäfer: Trinken Zuckerwasser, besonders wenn sie geschwächt sind.
- Alternative: Ein angefeuchteter Schwamm oder Baumwolltuch ist eine sicherere Futterquelle.
Wichtige Fakten zur Bienenfütterung:
-Anwendung: Besonders bei entkräfteten Hummelköniginnen im Frühjahr effektiv.
- Alternative: Eine Bienentränke mit reinem Wasser ist oft besser, um die Bienen nicht an Zucker zu gewöhnen.
-Wann nicht füttern: Gesunde Bienen benötigen kein Zuckerwasser. Kranke Bienen werden von ihrem Volk verstoßen und können nicht gerettet werden.
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